Kants Werk ist ein historisches Monument. Es ist das theoretische Pendant zur Französischen Revolution, wie Heinrich Heine schreibt. Das helle Licht der Aufklärung bricht mit Macht herein. Es hat eine gewaltige Wirkung. Es löst den Deutschen Idealismus aus, eine einzigartige Verdichtung philosophischer Denkkraft, wie sie zuvor vergleichsweise wohl nur im antiken Griechenland auftrat. Diese Strahlkraft ist bis heute nicht erloschen. Kant beeindruckt durch eine unvergleichliche methodische Präzision in der Gedankenentwicklung, durch seine Forderung, sich des eigenen Verstandes zu bedienen und durch die besondere aktive moderne Rolle des Menschen in der Erkenntnis, die mit dem dynamischen Prozess von Naturwissenschaft und Technik bis in die Gegenwart übereinstimmt. Wer heute Philosophie studiert, für den ist Kant ein Ereignis, egal ob man mit den eigenen Gedanken bei ihm bleibt oder zu Neuem aufbricht. Kants Denken hat ein Niveau der Reflexion erzeugt, das für alles Philosophieren der Massstab bleibt. Diese Vortragsreihe zum 300. Geburtstag von Kant legt dafür Zeugnis ab.

Termine

16. Januar
Prof. Dr. Dietmar Heidemann
Kant – unvergessen, unverstanden, unbrauchbar? Zur Aktualität seiner Philosophie

13. Februar
Prof. em. Dr. Wolfgang Welsch

Wagnisse eines Selbstdenkers

16. April
Prof. Dr. Christian Illies

Kant und die Kunst zu Ende zu denken

29. April
Dr. Gerhard Stamer

Kants Idee des ewigen Friedens

22. Mai
Apl. Prof. Dr. Marko Fuchs

Warum Hegel und nicht Kant?

25. Juni
Prof. Dr. Andreas Schmidt

Kant und die Frage nach dem Ich

9. Juli
Dr. Christine Pries

Du sollst dir kein Bildnis machen. Kants Relevanz für eine zeitgemäße Ästhetik

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