ÜBER:LEBEN 1947
Hannover ist eine Messe wert - Lesung am Dienstag, 8. September, 17.30 Uhr.
Hannover ist eine Messe wert - Lesung am Dienstag, 8. September, 17.30 Uhr.
Hannover 1947. Die Stadt liegt in Trümmern. Hunger, Schwarzmarktgeschäfte und Kälte prägen den Alltag. Doch die britische Besatzungsmacht hat große Pläne: Eine Export-Ausstellung soll mitten im Chaos den Aufbruch in eine bessere Zukunft ermöglichen.
Die eigenwillige Elsa Jacob-Breuer, Jahrgang 1871, hat ihre Werkstätten für feine Holzverarbeitung in Hannover-Linden erfolgreich durch zwei Weltkriege geführt. Sie erkennt sofort die einmaligen Chancen, die eine Messe bietet. In einer Männerdomäne und unter widrigsten Bedingungen baut sie gemeinsam mit Tochter und Enkelin Messestände und präsentiert einen eigenen Stand.
Womöglich ist es der Götterbote Hermes, Schutzpatron der Export-Messe, der Bewegung in das Liebesleben der Jacobschen Frauen bringt – er ist jedoch nicht immer so treffsicher, wie sein Kollege Apoll…
Die erste Export-Schau und die folgenden Messen werden ein großer Erfolg. Zwei spezielle Besucher tauchen überraschend auf: Ein nach Palästina ausgewanderter Blutsverwandter sowie aus Argentinien ein skrupelloser Schurke. Es kommt zu dramatischen Ereignissen.
Mit großer Detailfülle und packendem Stil lässt Barbara Schlüter das zerstörte, aber couragierte Hannover jener Jahre lebendig werden. Sie erzählt faktenreich und mitreißend vom Neubeginn einer Stadt und vom Aufbruch in das deutsche Wirtschaftswunder.
Autorin
Barbara Schlüter war über 35 Jahren selbstständig als Coach und Managementberaterin. Als wissenschaftliche Assistentin (damals Barbara Kroemer) am Historischen Seminar der Universität Hannover bot sie als Erste Veranstaltungen zum Thema „Frauen in der Geschichte“ an. Mit ihrem Sachbuch „Rhetorik für Frauen“ (1987) hat sie Pionierarbeit auf diesem Gebiet geleistet. Sie lebt nach einigen Jahren im Rheinland wieder in ihrer Heimatstadt Hannover und auf der kanarischen Insel La Palma.
Ihre historische Roman-Reihe um 1890 mit der eigenwilligen jungen Elsa beginnt mit „Vergiftete Liebe“, wo Elsa einen mysteriösen Todesfall im Königlichen Schauspielhaus klärt.
Es folgten:
„Verheimlichte Liebe“, Elsa muss als Detektivin in eigener Sache ihre familiäre Herkunft ermitteln,
„Gerächter Zorn“, ein Arbeiterinnen- und Diakonissen Roman, der in Linden spielt,
„Verschaukelte Liebe“ u.a. mit der Erfindung der Kreuzfahrt durch Ballin von der HAPAG
Und „Verschacherte Leben“, wo es u.a. um den internationalen Mädchenhandel geht. Diesem „Handel mit Menschenfleisch“, so wörtlich bei einer Debatte im Reichstag, war schon damals nur schwer beizukommen.
Die jeweils in sich abgeschlossenen Folgen der Romane spielen in Hannover und anderen Orten, wie z.B. Norderney oder des Öfteren auf La Palma.
In "Ausgerechnet zum Feiertag - historische Mord(s)geschichten" ermittelt Elsa nur in Wenn der Kaiser kommt, ist Feiertag, Hintergrund ist der Besuch von Kaiser Wilhelm II. in Hannover 1889.
Die anderen Erzählungen mit unterschiedlichen Protagonisten spielen in Hannover und der weiten Welt. Für die Recherchen war Barbara Schlüter kein Weg zu weit – u.a. Istanbul, sprich Konstantinopel, als auch Cuba wurden vor Ort unter die historische Lupe genommen.
kostenfreie Online-Tickets notwendig
Begrenzte Teilnehmer*innenzahl. Sollten Sie den Termin im Shop nicht mehr finden, ist er ausgebucht. Bitte schreiben Sie bei Interesse eine E-Mail an: buchungen.hmh@hannover-stadt.de. Wir bemühen uns dann, einen weiteren Termin einzurichten.