Welche Verbindungen bestehen zwischen Hannover und der Geschichte von Kolonialismus und Versklavung und welche Spuren dieser Geschichte reichen bis in die Gegenwart?

 Ausgangspunkt des moderierten Bühnengesprächs ist die audiovisuelle Installation „Unsere Vorfahren und die Versklaverei“ von Patrick Mijnals. Das Ausstellungsstück stellt anhand von Archivmaterial und persönlicher Familiengeschichte eine historische Verbindung zwischen Hannover und der Plantage „Hanover“ in Suriname her. Es macht koloniale Wirtschaftsstrukturen und ihre lokalen Bezüge sichtbar und erzählt zugleich davon, wie ehemals versklavte Menschen Handlungsmacht zurückgewinnen konnten.

 Anknüpfend an die Installation richtet das Bühnengespräch den Blick auf die historischen Verflechtungen zwischen lokaler und globaler Geschichte: Welche Rolle spielten koloniale Wirtschafts- und Machtstrukturen für Hannover? Wie lassen sich ihre Auswirkungen bis in die Gegenwart nachvollziehen? Und wie können Geschichten von Versklavung und Kolonialismus erzählt werden, ohne Schwarze Menschen ausschließlich als Opfer kolonialer Gewalt darzustellen?

 Im Gespräch kommen unterschiedliche Perspektiven zusammen: historische und wissenschaftliche Expertise, die Perspektive des Museums sowie Stimmen aus der Schwarzen und afrodiasporischen Community. Dabei geht es auch um die Frage, welche Geschichten in Museen und in der städtischen Erinnerung bislang sichtbar sind und welche Perspektiven und Erfahrungen stärker Teil einer gemeinsamen Erinnerungskultur werden sollten.

 Im Anschluss an das Bühnengespräch ist das Publikum eingeladen, Fragen einzubringen und sich am Austausch zu beteiligen. Ein gemeinsamer Ausklang bietet Raum, die Gespräche informell weiterzuführen.

Anmeldung erforderlich.

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Termine
17.11.2026 | von 18:00 Uhr bis 20:00 Uhr
Eintrittspreise
Teilnahme (nur mit Online-Ticket)
kostenfrei